Deutsche Version
English Version
news

News Archiv

Das Comeback des Briefes
01.02.2013

Der deutsche Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski erwartet die Rückkehr des Briefes. Das Langsame am guten alten Briefverkehr, sieht er als die Chance für ein Comeback und sieht einen Trend zurück zum guten alten Postweg der Kommunikation.
„Der Brief macht heute wieder Karriere, gerade im Kontrast zum schnellen E-Mail-Verkehr. Die Chance des Briefes liegt in der Kultur der Abstände zwischen Abschicken und Ankommen. Das erhöht die Vorfreude und Spannung. Es führt zur Verlangsamung, Intensität und Achtsamkeit, auch beim Lesen. Man muss auch nicht sofort antworten“, so Safranski.
Ebenso schreibt der Berliner Briefforscher aus dem „Museum für Kommunikation“, Veit Didczuneit: „Ein handgeschriebener Brief ist im Digitalzeitalter wie ein Geschenk, etwas Unvergängliches. E-Mails sind flüchtiger, sie haben die Kommunikation zwar vermehrt, aber sie hinterlassen weniger Spuren.“ Es geht, so Didczuneit, um die Wertschätzung des Adressaten, aber auch um die eigene Selbstdarstellung. Ein handgeschriebener Brief sei auch im Computerzeitalter etwas Kostbares, zu wertvoll, um ihn wie ein E-Mail zu behandeln, nämlich umgehend löschbar wie ein SMS.“
zurück


Copyright © 2017 Huber & Lerner (Fischer & Huber-Pock GmbH). Alle Rechte vorbehalten. Impressum. AGB Download. Site by Outline Pictures. Code by deineagentur.at